In 60 Minuten zur professionellen WordPress Website

    Inhalt

    1. Was ist WordPress?
    2. WordPress lokal installieren
    3. Webseite einrichten

    1. Was ist WordPress?

    WordPress ist ein Content-Management-System (CMS) für Webseiten, ursprünglich für Blogs.

    Mit einem CMS kannst du Webseiten-Inhalte erstellen und verwalten, sodass das Erstellen und spätere Nachbearbeiten, z. B. von redaktionellen Inhalten, einen geringen Aufwand darstellen. Außerdem gibt es keine standortbezogenen Abhängigkeiten, da der Login in das CMS, und damit den Bearbeitungsmodus, online möglich ist.

    Vorteile von WordPress

    Einer der wesentlichen Vorteile ist die weltweite Verbreitung und damit geprüfte Anwendung des CMS.

    Ein großer Vorteil der Verbreitung ist außerdem die seit Jahren entstandene Community. Support zu anwendungstechnischen- oder administrativen Problemen kann man in Foren, Blogs und in sozialen Netzwerken anfragen.

    In der Grafik ist der Marktanteil verschiedener CMS zu sehen:

    Infografik: WordPress ist am beliebtesten | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

    Ein weiterer Vorteil ist die im Verhältnis zu anderen CMS, wie Typo3 oder Drupal, einfache Bedienung.

    Das Installieren weiterer Plugins oder die Pflege redaktioneller Inhalte ist relativ schnell gelernt.

    Eben diese Plugins sind ein wichtiger Teil in WordPress, die sich problemlos im Backend des CMS suchen und direkt installieren lassen. Dadurch kannst du den Funktionsumfang um ein Vielfaches erweitern.

    Möchtest du kein eigenes Design deiner WordPress Webseite entwickeln, gibt es eine große Auswahl an kostenlosen und vor allem kostenpflichtigen Themen (zu denen ich im professionellen Einsatz immer raten würde).

    Vor allem die Qualität bei Premium Themes ist extrem hoch, da sich mittlerweile ganze Agenturen und nicht mehr nur einzelne Design-Freelancer auf die Entwicklung hochperformanter Themes spezialisiert haben.

    Nachteile von WordPress

    Die große internationale Verbreitung hat leider den Nachteil, dass WordPress immer stärker in den Fokus von Maleware gerät.

    Dagegen kann man sich schützen, indem man die aktuellen Empfehlungen anderer Nutzer beachtet (dazu wird es auf digitale-rundschau.de auch bald einen Artikel geben) und systemseitig technisch erprobte Lösungen einsetzt, die zumindest äußere Angriffe erschweren.

    Ein weiterer Nachteile sind die in den Vorteilen beschriebenen Plugins, genau dann, wenn zu viele eingesetzt werden.

    „So wenig wie möglich und nur so viel wie nötig“ ist in diesem Fall zu beachten. Denn nicht nur zusätzlicher technischer Aufwand durch Backups und Updates, sondern auch die Beeinträchtigung des Systems mit jedem weiteren Plugin kann zu Problemen führen.

    Showcase

    WordPress wird überall dort verwendet, wo eine Firmenpräsenz, ein Blog, ein Portfolio oder auch ein mittelgroßer Shop benötigt wird.

    Die bereits genannten Vorteile erklären auch, warum sich im folgenden sehr kleinen Showcase auch namhafte Präsenzen befinden:

    https://www.thewaltdisneycompany.com/

    https://finland.fi/

    http://www2.cuny.edu/

    https://o.canada.com

    2. WordPress lokal installieren

    Wenn eine Webseite mit WordPress erstellt wird, benötigt man zuerst eine lokale Installation, um die Konfigurationen zu testen, Inhalt zu implementieren und diverse Aufgaben mehr auszuführen, bevor die Webseite online gestellt wird.

    Dazu benötigst du eine lokale Serverumgebung, die dir alle Komponenten zur Verfügung stellt, damit ein auf PHP und MySQL (mittlerweile MariaDB) basiertes CMS wie WordPress auch getestet werden kann.

    Die Umgebung nutze ich seit Jahren mit guten Erfahrungen, heißt XAMPP und kann kostenlos heruntergeladen werden:

    https://www.apachefriends.org/de/index.html

    XAMPP installieren

    Möchtest du die lokale Serverumgebung verwenden, installierst du XAMPP mit dem heruntergeladenen Installer mit den empfohlenen Einstellungen.

    Auf dem Mac wird XAMPP standardmäßig unter Applications/XAMPP/ installiert, unter Windows unter C:/XAMPP/.

    Zum starten des lokalen Servers sowie der Datenbank öffnest du das Control Panel. Unter Mac wechselst du darin auf den mittleren Reiter „Manage Servers“ unter Windows wird ein zentrales Fenster angezeigt.

    Hier wählst du Server „MySQL Database“ unter Mac, bzw. Modul „MySQL“ unter Windows und klickst auf Start.

    Danach wählst du Server „Apache Web Server“ unter Mac, bzw. „Apache“ unter Windows und klickst auf Start. Damit sind Webserver und Datenbank-Server gestartet und es fehlt nur noch die WordPress Installation.

    WordPress herunterladen

    Die WordPress Installation kannst du unter https://de.wordpress.org/download/ direkt mit deutschen Sprachdateien heruntergeladen.

    Zum Zeitpunkt der Beitragsveröffentlichung lag WordPress in der Version 5.2.2 vor. Die Version ändert sich mit jedem neuen Update.

    Das heruntergeladene WordPress Archiv liegt in meinem Fall als .zip (wordpress-5.2.2-de_DE.zip) vor. Unter Linux wird es als .tar.gz vorliegen.

    Projektverzeichnis mit WordPress anlegen

    Dieses Archiv muss entpackt werden, sodass die Source-Dateien in einem unkomprimierten Verzeichnis vorliegen.

    Die darin enthaltenen Dateien und Verzeichnisse kopierst du und fügst sie in deiner Server-Umgebung in einem Projekt-Verzeichnis z. B. namens „wordpress-website“ ein.

    Dieses Projekt-Verzeichnis wird unter Mac in /Applications/XAMPP/htdocs/ und unter Windows in C:/XAMPP/htdocs/ angelegt.

    Hast du alle WordPress-Dateien und -Verzeichnisse kopiert, kannst du in deinem Browser nun mit der Installation beginnen. Dazu rufst du folgende URL auf:

    http://localhost/wordpress-website/

    Datenbank einrichten

    Im nun erscheinenden Browserfenster werden wir auf die Datenbank-Konfiguration hingewiesen.

    Die Datenbank einzurichten klingt vielleicht nicht sehr spannend, ist aber wichtig, da WordPress viele Informationen zu den Konfigurationen, den Seiten, den Artikeln usw. in der Datenbank ablegen möchte.

    Hierzu gehst du zu PhpMyAdmin, unserem Verwaltungsprogramm unserer Datenbanken, das mit XAMPP installiert wurde.

    http://localhost/phpmyadmin/

    Wählst du hier den Reiter „Datenbanken“, kannst du den Datenbank-Namen z. B. „wp_website“ sowie die Kollation, unsere Kodierung (utf8_general_ci) eingeben und anschließend auf „Anlegen“ klicken.

    Die angelegte Datenbank benötigst du nun zur weiteren Installation des WordPress Projektes. Geh dazu im Browser zurück auf dein Projekt:

    http://localhost/wordpress-website

    Klicke hier auf „Los gehts“.

    Gebe im folgenden Fenster diese Werte für die Datenbank-Konfiguration ein:

    Wenn du auf „Senden“ geklickt hast, öffnet sich ein Fenster mit dem Hinweis, dass die wp-config.php nicht beschreibbar ist.

    Ist dies der Fall, musst du die unten stehenden Codezeilen kopieren und in dem Projekt-Verzeichnis die „wp-config-sample.php“ öffnen und darin einfügen.

    Abgespeichert wird diese Sample-Datei unter „wp-config.php“. Nach Klick auf „Installation durchführen“ sollte nun kein Fehler auftreten.

    Installation abschließen

    Im darauffolgenden Fenster kannst du Informationen zur Webseite eingeben. Zumindest der Benutzername sollte überlegt gewählt werden, den kannst du später im WordPress-Backend nicht mehr so einfach ändern.

    „WordPress installieren“ schließt die Installation ab und leitet dich zum Backend-Login. Der von dir gewählte Login wird benötigt, damit du nun Zugang zum Backend erhältst, der unter http://localhost/wordpress-website/wp-admin erreichbar ist.

    3. Webseite einrichten

    Hast du dich erfolgreich im Backend deiner Webseite eingeloggt, kannst du von hier aus Themes installieren und individualisieren, Seiten anlegen, Blog-Artikel schreiben, Bilder hochladen, das Main-Menü bearbeiten oder Plugins installieren.

    Themes installieren

    Die Webseite sieht aktuell noch nicht professionell aus. Es fehlt ein professionelles Theme, das ich von einem der vielen Theme-Agenturen/Hersteller kaufe.

    Will man nur ein kurzes Ergebnis seiner bisherigen Webseite sehen, reichen die Vorlagen-Themes von WordPress aus, die du unter „Design -> Themes“ findest.

    Dort kannst du ein Theme deiner Wahl wählen und auf „Aktivieren“ klicken.

    Möchtest du von Anfang an ein professionelles Design mit fehlerfreien Darstellungen der Artikel, deiner Bilder, der Blog-Kategorien oder der Formulare, z. B. des Kontaktformulars, empfehle ich kostenpflichtige Themes. Hier ist eine Auswahl von Anbietern, die ich größtenteils aus eigener Erfahrung kenne:

    https://themeforest.net

    https://yootheme.com

    https://www.elmastudio.de/wordpress-themes/baylys/

    https://www.elegantthemes.com

    https://www.studiopress.com

    Themes die du von einem Anbieter gekauft hast, lädst du lokal auf deinen Rechner, meist liegt dieses Theme dann als .zip Datei vor. Zum Installieren wählst du „Hinzufügen“.

    Und zum Installieren unter „Theme hochladen“ das zuvor heruntergeladene Theme als .zip aus und wählst „Jetzt installieren“.

    Damit hast du das Theme installiert und musst es nun nur noch aktivieren. Über den Frontend Aufruf deiner Webseite unter http://localhost/wordpress-website/ siehts du nun das Ergebnis.

    Da noch die Individual-Funktionen deines Themes und eventuell weitere Inhalte wie Bilder oder Text-Content (Seiten, Artikel) fehlen, darf dich der erste Anblick deiner Webseite nicht enttäuschen.

    Nun beginnt für dich die Aufgabe dich mit dem Theme zu beschäftigen. Welche Plugins sind noch nicht aktiviert, welche müssen eventuell noch zusätzlich installiert werden. Gute Theme-Anbieter machen dazu aber genaue Angaben und weisen dich daraufhin, wo und wie diesen zu installieren sind.

    Außerdem muss nun vorhandener Demo-Content mit deinem Content ersetzt werden. Dazu kannst du unter „Seiten“ und/oder „Beiträge“ eventuellen Demo-Content einsehen und ändern beziehungsweise löschen.

    Wie sie die fertiggestellte Webseite zusammen mit ihrem Theme, den Seiten-/Beitragsinhalten, ihren Bilder und natürlich ihrer Datenbank veröffentlichen, also online stellen, beschreibe ich in meinem Artikel In 15 Minuten serverseitige Veröffentlichung einer Webseite

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